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Krimi und Musik, Zauber und Kulinarik

    „Bühne frei für Vielfalt” im Inklusionsrestaurant MAHLWERK

    Theatergruppe der Lewitz-Werkstätten gGmbH
    Die Theatergruppe spielte „Mord im MAHLWERK”

    Unter dem Motto „Bühne frei für Vielfalt“ verwandelte sich das Inklusionsrestaurant Mahlwerk am 24. April 2026 in einen Ort lebendiger Begegnung. Menschen mit und ohne Behinderung gestalteten gemeinsam einen Abend, der Kunst, Kulinarik und Inklusion eindrucksvoll miteinander verband.
    Besonders im Mittelpunkt standen an diesem Abend Mitarbeiter mit Behinderung, die sonst in der Wäscherei oder einer Montagegruppe der Lewitz-Werkstätten tätig sind. Sie präsentierten sich in völlig neuen Rollen – als Musikerinnen, Schauspieler oder Performer – und zeigten mit spürbarem Mut und großer Freude, welche Talente in ihnen stecken.

    Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der neu gegründeten Theatergruppe der Werkstatt in Parchim. Unter der Leitung von Sigrid Maria Schnückel hatten die Teilnehmer das humorvolle Kriminalstück „Mord im Mahlwerk“ einstudiert. Die Inszenierung, die mit viel Witz und Spielfreude umgesetzt wurde, begeisterte das Publikum und zeigte eindrucksvoll, wie kreativ und selbstbewusst die Gruppe auf der Bühne agiert.
    Musikalisch wurde der Abend von der Gruppe Lewitz-Sound begleitet, die in kleiner Besetzung auftrat. Mit ihren warmen Klängen und sichtbarer Spielfreude schufen die Musikerinnen und Musiker eine Atmosphäre, die den gesamten Abend trug.

    Auch in Küche und Service arbeiteten Menschen mit und ohne Behinderung eng zusammen. Das Team des Inklusionsbetriebs Mahlwerk sorgte für ein Menü, das ebenso liebevoll wie professionell zubereitet war. Kulinarik und Kultur verschmolzen zu einem Gesamterlebnis, das die Gäste nachhaltig beeindruckte.
    Durch das Programm führte der Magier Johannes, der mit seinen Zauberkünsten und seiner charmanten Moderation für Staunen, Lachen und verbindende Momente sorgte.

    Unter den Gästen befanden sich auch ehemalige Kolleginnen der Lewitz Werkstätten, die an diesem Abend
    miterleben konnten, welche Entwicklungen die Künstlerinnen und Künstler seit ihrer gemeinsamen Zeit gemacht haben. Viele zeigten sich sichtlich bewegt und stolz.
    Das Publikum, zwar klein, aber umso begeisterter, würdigte die Darbietungen mit langem Applaus – sowohl für die künstlerischen Beiträge als auch für die kulinarische Leistung. Sogar eine Zugabe wurde gefordert und mit strahlenden Gesichtern erfüllt.

    Der Abend machte deutlich, wie wertvoll es ist, Menschen mit Behinderung Räume zu eröffnen, in denen sie ihre Fähigkeiten zeigen und Anerkennung erfahren können. Außerhalb der Werkstatt erhielten sie an diesem Abend Wertschätzung für Leistungen, die oft im Verborgenen bleiben.
    Am Ende gingen alle mit einem guten Gefühl nach Hause: die Musikerinnen, Schauspieler und Servicekräfte, die über sich hinausgewachsen waren, ebenso wie das Publikum, das erleben durfte, wie bereichernd echte Vielfalt ist. 

    Anja Wegner, Lewitz-Werkstätten gGmbH